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Intern
    Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

    Nachruf auf Prof. em. Dr. Friedemann W. Schneider

    20.11.2017

    Das Professorenkollegium und die MitarbeiterInnen des Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie trauern um ihren ehemaligen Kollegen Professor em. Friedemann W. Schneider. Er verstarb am 12. November 2017 im Alter von 84 Jahren.

    Nachruf

    Prof. em. Dr. Friedemann W. Schneider
    * am 23.10.1933
    ✝ am 12.11.2017

    Das Professorenkollegium und die MitarbeiterInnen des Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie trauern um ihren ehemaligen Kollegen Professor em. Friedemann W. Schneider. Er verstarb am 12. November 2017 im Alter von 84 Jahren.

    Friedemann Schneider begann sein Chemiestudium im Jahre 1953 in Stuttgart. Nach dem Vordiplom wechselte er an die University of Washington in Seattle. Dort erhielt er 1958 seinen Master of Science und promovierte 1962 bei Prof. B. S. Rabinovitch. Seine Dissertation befasste sich mit der Isomerisierung von Methylisocyanid. Diese Arbeit würdigen viele Lehrbücher als den Prototyp einer unimolekularen Reaktion. Herrn Schneider zog es 1963 zunächst zurück nach Deutschland. Dort arbeitete er am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen mit Manfred Eigen bevor er 1965 eine Stelle als Assistant Professor an der University of Southern California in Los Angeles annahm; im Jahr 1969 wurde er zum Associate Professor ernannt. Schließlich gelang es unserer Universität, ihn 1975 an unsere Fakultät zu berufen. Den Lehrstuhl I der Physikalischen Chemie leitete er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002.

    Die wissenschaftlichen Interessen von Prof. Schneider waren vielseitig. Neben seinen spektroskopischen Arbeiten im Bereich der CARS- und Fluoreszenzspektroskopie, hat er sich in Würzburg verstärkt mit nichtlinearen chemischen Reaktionen befasst. Seine auf diesem Gebiet prägenden Arbeiten flossen in sein 1996 erschienenes Lehrbuch "Nichtlineare Dynamik in der Chemie" ein.

    Prof. Schneider hat sich mit großem Engagement an der Universität und speziell für die Fakultät eingesetzt. Er war Mitglied des Senats (1992-1994), Dekan (1991-1993) und lange Jahre Vorsitzender des Promotionsausschusses. Weiterhin war er entscheidend an der Planung des Neubaus der Physikalischen Chemie am Standort Hubland beteiligt.

    "Wir hoffen, dass unsere eigene Faszination für das aktuelle und rasch expandierende Gebiet der nichtlinearen Dynamik sich auf den Leser übertragen möge". Dieses Zitat aus Prof. Schneiders Buch beschreibt auch treffend seine Auffassung von Lehre. Stets hat er seine Begeisterung an seine Hörer vermittelt. Oft stellte er Werke der modernen Kunst seinen Vorlesungen voran und knüpfte Verbindungen zum Unterrichtsstoff.

    Was uns stets in Erinnerung bleiben wird, sind Friedemann Schneiders Humor und seine vielfältigen Interessen. So war er etwa ein exzellenter Pianist aber auch Tennisspieler. Die Aufführung eines ihm gewidmeten Musikstücks bei der Einführungsveranstaltung der Bunsentagung 2000 in Würzburg ist legendär. Gleiches gilt für seinen Auftritt in der ARD-Fernsehsendung 'Zwei aus einer Klasse', den er mit seinem Klassenkameraden, einem ehemaligen deutschen Verteidigungsminister, bestritt. Seine intellektuelle Wachheit werden wir vermissen.

    Das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie trauert um Prof. F.W. Schneider und bewahrt ihm ein bleibendes Andenken.

    Prof. Dr. Tobias Brixner, Geschäftsführender Vorstand für das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

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    Lehrstuhl für Physikalische Chemie II
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